Alltagsbegleitung

Pädagogische Unterstützung im täglichen Leben, etwa bei Strukturierung, Versorgung und Bewältigung von Routineaufgaben. Sie dient der Stabilisierung und dem Aufbau von Handlungssicherheit.

In Artikeln: systematische-vernetzung-frueher-hilfen-in-bayern

analoge Bindung

Die emotionale Verbindung, die in persönlichen Begegnungen zwischen Therapeuten und Klienten entsteht und für den Heilungsprozess entscheidend ist.

In Artikeln: Die analoge Welt der Psychotherapie - Zwischen digitaler Vernetzung und analoger Bindung

Aufsichtspflicht

Rechtliche Verpflichtung, Kinder und Jugendliche vor Schäden zu bewahren und ihre Handlungen zu überwachen. Liegt bei den Personensorgeberechtigten, wird in Einrichtungen delegiert.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

autistisches Spektrum

Das autistische Spektrum umfasst eine Vielzahl von neurologischen Entwicklungsstörungen, die durch Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion, Kommunikation und durch eingeschränkte, repetitive Verhaltensmuster gekennzeichnet sind.

In Artikeln: Vom Mentalisieren in der Psychotherapie mit Autisten, Facetten aus dem autistischen Spektrum

Außenbetreutes Wohnen

Betreuungsform für Jugendliche oder junge Volljährige in einer eigenen Wohnung oder Wohngemeinschaft mit sozialpädagogischer Begleitung. Die Unterstützung wird je nach Entwicklung schrittweise reduziert.

In Artikeln: Vom Kinderheim ins eigene Leben: Wie wir Jugendliche auf den Start in die Selbstständigkeit vorbereiten

begleitete Elternschaft

Begleitete Elternschaft ist ein Unterstützungsansatz, bei dem Fachkräfte Eltern in ihrer Erziehungskompetenz unterstützen und begleiten, um die Beziehung zwischen Eltern und Kind zu stärken.

In Artikeln: Ein Tag bei kids24

Beschwerdeverfahren

Strukturierter Weg, über den Kinder, Jugendliche und Familien Beschwerden vorbringen können. Muss in jeder Einrichtung der Jugendhilfe vorhanden sein.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Betreutes Wohnen

Hilfe zur Erziehung (§ 34 SGB VIII), bei der Jugendliche oder junge Volljährige in eigener Wohnung leben und durch Fachkräfte begleitet werden. Fokus auf Verselbstständigung.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Betriebserlaubnis nach § 45 SGB VIII

Erlaubnis, die eine Einrichtung zur Betreuung von Kindern und Jugendlichen benötigt. Wird von der zuständigen Behörde erteilt, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Bezugsbetreuung

Zuweisung einer festen Bezugsperson zu einem Kind oder Jugendlichen. Schafft Kontinuität und Vertrauen in der pädagogischen Beziehung.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Bindung

Die emotionale Verbindung zwischen Geschwistern, die für deren gegenseitige Unterstützung und Sicherheit entscheidend ist.

In Artikeln: Brüderchen und Schwesterchen - Psychodynamische Aspekte der Geschwisterbeziehung

Bindungsförderung

Gezielte Unterstützung beim Aufbau einer verlässlichen, sicheren Beziehung zwischen Mutter und Kind.

In Artikeln: Mutter-Kind-Wohnen - Was bedeutet das für mich?

Bindungsorientierung

Fachliche Haltung, die verlässliche Beziehungen als Grundlage von Entwicklung versteht. Gerade in stationären Hilfen ist Kontinuität zentral.

In Artikeln: mutter-kind-wohnen-was-das-fuer-mich-bedeutet

Bindungsstörung

Eine Störung der Beziehungsentwicklung, bei der ein Kind verlässlichere Nähe, Schutz und Resonanz nicht ausreichend aufbauen konnte.

In Artikeln: test-strukturelle-stoerungen-in-der-fruehen-kindheit

Bindungstheorie

Theoretischer Ansatz zur Bedeutung früher emotionaler Bindungen für die Entwicklung. Grundlage für verstehende und bindungssensible pädagogische Arbeit.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Clearing

Eine befristete Phase zur Klärung von Bedarf, Perspektive und passender Anschlusshilfe. Sie dient der Stabilisierung und fachlichen Einschätzung.

In Artikeln: zusammenarbeit-mit-eltern

Clearingphase

Zeitraum zu Beginn einer Hilfe, in dem Bedarf, Ressourcen und geeignete Maßnahmen geklärt werden. Dient der fundierten Entscheidung über die weitere Hilfeplanung.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Cybermobbing

Cybermobbing bezeichnet die absichtliche und wiederholte Belästigung, Bedrohung oder Beleidigung von Personen über digitale Kommunikationsmittel.

In Artikeln: Aufwachsen und psychische Entwicklung in digitalen Welten, Kinderschutz im Internet

Deeskalationsstrategien

Methoden und Techniken, um angespannte oder aggressive Situationen zu entschärfen und Konflikte gewaltfrei zu lösen. Wichtig in der Arbeit mit verhaltensauffälligen Jugendlichen.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Diagnostikphase

Phase der systematischen Erhebung und Auswertung von Informationen über die Lebenssituation, Entwicklung und den Unterstützungsbedarf eines Kindes oder Jugendlichen.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Digitale Medien

Technologien, die Informationen in digitaler Form verarbeiten und verbreiten, wie Smartphones, Tablets und soziale Netzwerke.

In Artikeln: Aufwachsen und psychische Entwicklung in digitalen Welten

Digitale Medienkompetenz

Die Fähigkeit, digitale Technologien und Medien sicher, kritisch und verantwortungsvoll zu nutzen.

In Artikeln: Kinderschutz im Internet

digitale Vernetzung

Die Nutzung digitaler Technologien, um Informationen auszutauschen und in Kontakt zu bleiben, insbesondere in der Psychotherapie.

In Artikeln: Die analoge Welt der Psychotherapie - Zwischen digitaler Vernetzung und analoger Bindung

Dokumentationspflicht

Vorgeschriebene Aufzeichnung aller relevanten Vorgänge, Entscheidungen und Maßnahmen. Dient der Nachvollziehbarkeit, Qualitätssicherung und Rechtssicherheit.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII

Hilfe für seelisch behinderte oder von seelischer Behinderung bedrohte Kinder und Jugendliche. Umfasst u.a. heilpädagogische und therapeutische Leistungen.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Elterncoaching

Gezielte Anleitung und Beratung von Eltern zur Stärkung ihrer Erziehungskompetenz und zur Verbesserung des Umgangs mit dem Kind. Im Fokus stehen praktische, alltagsnahe Handlungsschritte.

In Artikeln: systematische-vernetzung-frueher-hilfen-in-bayern

Elternkompetenz

Die Fähigkeit von Eltern, die Versorgung, Erziehung und Begleitung ihres Kindes verantwortungsvoll zu gestalten. Sie wird durch Beteiligung, gemeinsames Planen und das Ausprobieren eigener Lösungen aufgebaut.

In Artikeln: Partizipation

emotionale Belastungen

Emotionale Belastungen beziehen sich auf die psychischen Herausforderungen und Stressoren, denen Fachkräfte in ihrer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen begegnen.

In Artikeln: Ein Tag bei kids24

Emotionswahrnehmung

Emotionswahrnehmung ist die Fähigkeit, die emotionalen Ausdrücke und Signale anderer Menschen zu erkennen und zu interpretieren, was für die soziale Interaktion und Kommunikation entscheidend ist.

In Artikeln: Vom Mentalisieren in der Psychotherapie mit Autisten, Facetten aus dem autistischen Spektrum

Entgeltvereinbarung

Vereinbarung zwischen öffentlichem und freiem Träger über die Vergütung der erbrachten Leistungen (§ 77 SGB VIII).

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Entwicklungsbericht

Schriftliche Darstellung der Entwicklung eines Kindes oder Jugendlichen in einem bestimmten Zeitraum. Wird z.B. für Hilfeplangespräche erstellt.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Erziehungsbeistandschaft

Hilfe zur Erziehung (§ 30 SGB VIII), bei der ein Erziehungsbeistand das Kind oder den Jugendlichen in seiner Entwicklung begleitet und die Familie unterstützt.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Erziehungspartnerschaft

Eine fachliche Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Eltern, bei der Verantwortung, Ziele und Rollen klar abgestimmt werden. Sie verbindet Unterstützung mit Verbindlichkeit.

In Artikeln: zusammenarbeit-mit-eltern

Fachaufsicht

Aufsicht über die fachliche Qualität der Jugendhilfeleistungen. Wird vom übergeordneten Landesjugendamt oder der zuständigen Behörde ausgeübt.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Fachdienst

Psychologische oder therapeutische Fachkräfte, die pädagogische Arbeit fachlich begleiten, diagnostisch einordnen und Entwicklung unterstützen.

In Artikeln: alltag-im-kinderheim-die-7-spannendsten-fragen

Fachleistungsstunden

Finanzierungsmodell, bei dem die Vergütung an die erbrachten Fachleistungsstunden (Betreuungszeit) gekoppelt ist.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Fallbesprechung

Regelmäßige Besprechung eines Falls im Team oder mit Kooperationspartnern. Dient der Reflexion, Planung und Qualitätssicherung.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Fallverantwortung

Zuständigkeit einer Fachkraft oder des Jugendamts für die Gesamtsteuerung und Koordination einer Hilfe. Umfasst Planung, Durchführung und Überprüfung.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Frühe Hilfen

Früh einsetzende Unterstützungsangebote für Schwangere, Eltern und kleine Kinder in belasteten Lebenslagen. Ziel ist es, Entwicklung zu sichern, Risiken früh zu erkennen und passende Hilfen zu vernetzen.

In Artikeln: systematische-vernetzung-frueher-hilfen-in-bayern

Frühförderung

Frühe, interdisziplinäre Unterstützung für Kinder mit Entwicklungsrisiken oder -auffälligkeiten. Sie soll Entwicklungsverzögerungen vorbeugen oder diese möglichst früh ausgleichen.

In Artikeln: systematische-vernetzung-frueher-hilfen-in-bayern

Förderplan

Ein individueller Plan mit Zielen, Maßnahmen und regelmäßiger Überprüfung für Mutter und Kind.

In Artikeln: Mutter-Kind-Wohnen - Was bedeutet das für mich?

Gefährdungseinschätzung

Systematische Prüfung, ob eine Kindeswohlgefährdung vorliegt. Erfordert die Einbeziehung einer insoweit erfahrenen Fachkraft und ggf. die Hinzuziehung des Kindes oder Jugendlichen.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Geschwisterbeziehung

Die Beziehung zwischen Geschwistern, die sowohl positive als auch negative Aspekte umfassen kann und entscheidend für die emotionale Entwicklung ist.

In Artikeln: Brüderchen und Schwesterchen - Psychodynamische Aspekte der Geschwisterbeziehung

Grundbedürfnisse

Elementare Bedürfnisse, die für eine gesunde Entwicklung von Kindern unerlässlich sind, wie Sicherheit, Geborgenheit und soziale Zugehörigkeit.

In Artikeln: Kindesentwicklung und Moderne - Zwischen Grundbedürfnissen und Optimierungszwang

heilpädagogisch-therapeutische Gruppe

Ein gruppenpädagogisches Angebot, das heilpädagogische und therapeutische Elemente verbindet. Es richtet sich an junge Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf und arbeitet eng begleitet an Alltag, Regeln und Entwicklungszielen.

In Artikeln: Partizipation

heilpädagogische Gruppen

Gruppen, die speziell für Kinder mit besonderen Förder- und Unterstützungsbedarfen ausgerichtet sind und heilpädagogische Ansätze verfolgen.

In Artikeln: Kinderheim und stationäre Jugendhilfe

Heimaufsicht

Staatliche Aufsicht über Einrichtungen, in denen Kinder und Jugendliche ganztägig betreut werden. Prüft u.a. die Einhaltung der Betriebserlaubnis.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Heimerziehung

Ein klassisches Angebot innerhalb der stationären Jugendhilfe, das auf die Betreuung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen in einer stationären Einrichtung abzielt.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe, Kinderheim und stationäre Jugendhilfe

Hilfen zur Erziehung (HzE)

Leistungen der Jugendhilfe nach §§ 27-35 SGB VIII, die Familien bei der Erziehung unterstützen, wenn eine dem Wohl des Kindes entsprechende Erziehung nicht gewährleistet ist.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Hilfeplangespräch

Gespräch zwischen Jugendamt, Familie und ggf. Einrichtung zur gemeinsamen Planung und Überprüfung der Hilfe zur Erziehung. Kernstück des Hilfeplanverfahrens.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Hilfeplanung

Ein fachlich strukturierter Prozess, in dem Ziele, Maßnahmen und Zuständigkeiten für eine Hilfe gemeinsam abgestimmt werden. Im Text wird sie als Ort beschrieben, an dem Beteiligung und Transparenz konkret werden.

In Artikeln: alltag-im-kinderheim-die-7-spannendsten-fragen, mutter-kind-wohnen-was-das-fuer-mich-bedeutet, Partizipation, test-strukturelle-stoerungen-in-der-fruehen-kindheit, Vom Kinderheim ins eigene Leben: Wie wir Jugendliche auf den Start in die Selbstständigkeit vorbereiten

Hilfeplanverfahren

Individuelles Verfahren zur Festlegung passender Unterstützungsmaßnahmen. Das Jugendamt erstellt gemeinsam mit den Beteiligten einen Hilfeplan, der Art, Umfang und Dauer der Hilfe festlegt (§ 36 SGB VIII).

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe, Kinderheim und stationäre Jugendhilfe, zusammenarbeit-mit-eltern

Identifikation

Der Prozess, durch den Individuen Eigenschaften oder Verhaltensweisen anderer übernehmen, was in Geschwisterbeziehungen häufig vorkommt.

In Artikeln: Brüderchen und Schwesterchen - Psychodynamische Aspekte der Geschwisterbeziehung

Identitätsdiebstahl

Der Missbrauch persönlicher Informationen einer Person, um betrügerische Aktivitäten durchzuführen.

In Artikeln: Kinderschutz im Internet

Identitätsentwicklung

Identitätsentwicklung ist der Prozess, durch den Individuen ein Gefühl für sich selbst und ihre Rolle in der Gesellschaft entwickeln, häufig geprägt durch Erfahrungen während der Jugend.

In Artikeln: Brüche auf dem Weg zur eigenen Identität. Transsexuelle Patienten in der Praxis

innenbetreutes Wohnen

Eine Wohnform, in der Jugendliche mit fachlicher Begleitung weitgehend selbstständig leben und Alltagsaufgaben übernehmen. Sie dient im Artikel als Trainingsfeld für Selbstständigkeit und Selbstwirksamkeit.

In Artikeln: Partizipation

Inobhutnahme

Vorläufige Aufnahme und Unterbringung eines Kindes oder Jugendlichen durch das Jugendamt in einer Notsituation (§ 42 SGB VIII). Schnelle Krisenintervention zum unmittelbaren Kinderschutz.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

intensivpädagogische Kleingruppen

Kleingruppen mit hoher Beziehungsintensität und klaren, schützenden Strukturen, die auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder eingehen.

In Artikeln: Kinderheim und stationäre Jugendhilfe

Intensivpädagogische Maßnahme

Besonders intensive stationäre Hilfe für junge Menschen mit schweren Entwicklungs- oder Verhaltensauffälligkeiten. Hoher Personalschlüssel und spezialisierte pädagogische Konzepte.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Intervision

Kollegiale Beratung im Team ohne externe Moderation. Gegenseitiger Austausch über Fälle und berufliche Herausforderungen.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Jugendhilfe

Ein System von Unterstützungsangeboten, das darauf abzielt, Kinder, Jugendliche und deren Familien in ihrer Entwicklung zu fördern.

In Artikeln: Aufwachsen und psychische Entwicklung in digitalen Welten, Mutter-Kind-Wohnen - Was bedeutet das für mich?

Jugendhilfeplanung

Pflicht des öffentlichen Trägers, den Bestand an Einrichtungen und Diensten zu ermitteln und die erforderlichen Voraussetzungen für die Erfüllung der Aufgaben zu planen (§ 80 SGB VIII).

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Kinderheim

Was früher 'Kinderheim' hieß, ist heute stationäre Kinder- und Jugendhilfe. kids24 bietet moderne, therapeutisch begleitete Wohngruppen - weit entfernt vom klassischen Heimgedanken.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe, Kinderheim und stationäre Jugendhilfe

Kindersicherungssoftware

Software, die entwickelt wurde, um den Zugriff auf unangemessene Inhalte im Internet zu verhindern und die Online-Aktivitäten von Kindern zu überwachen.

In Artikeln: Kinderschutz im Internet

Kindeswohl

Maßstab in der Jugendhilfe, der Schutz, Förderung und Entwicklung des Kindes umfasst. Alle Maßnahmen müssen sich daran orientieren.

In Artikeln: mutter-kind-wohnen-was-das-fuer-mich-bedeutet

Kindeswohlgefährdung

Eine Beeinträchtigung des Kindeswohls, die bereits eingetreten ist oder mit hoher Wahrscheinlichkeit unmittelbar bevorsteht. Typische Fälle: Vernachlässigung, Verwahrlosung, Misshandlung, Missbrauch.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

kognitive Flexibilität

Kognitive Flexibilität bezeichnet die Fähigkeit, zwischen verschiedenen Denkansätzen zu wechseln und sich an neue, unerwartete Situationen anzupassen, was für die soziale Interaktion besonders wichtig ist.

In Artikeln: Vom Mentalisieren in der Psychotherapie mit Autisten, Facetten aus dem autistischen Spektrum

KoKi-Netzwerke frühe Kindheit

Regionale Koordinierungsnetzwerke in Bayern, die Akteure aus Gesundheitswesen, Jugendhilfe und Beratung bündeln. Sie vermitteln Unterstützung frühzeitig und halten den Kontakt zu Familien, um Risiken und Eskalationen vorzubeugen.

In Artikeln: systematische-vernetzung-frueher-hilfen-in-bayern

Kooperationsnetzwerk

Zusammenarbeit verschiedener Akteure (Jugendamt, Schulen, Therapeuten, Ärzte etc.) zur koordinierten Unterstützung von Kindern und Familien.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

kreative Ansätze

Kreative Ansätze umfassen Methoden, die künstlerische oder gestalterische Elemente nutzen, um die Ausdrucksfähigkeit und das Selbstbewusstsein von Kindern und Jugendlichen zu fördern.

In Artikeln: Ein Tag bei kids24

Lebensweltorientierung

Sozialpädagogisches Konzept, das die alltägliche Lebenswelt der Adressaten einbezieht und Hilfen an deren konkreten Lebensbedingungen ausrichtet.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Leistungsvereinbarung

Vertrag zwischen öffentlichem und freiem Träger über Art, Umfang und Qualität der zu erbringenden Leistungen (§ 77 SGB VIII).

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Medienkompetenz

Die Fähigkeit, digitale Medien kritisch zu nutzen, Informationen zu bewerten und sicher in digitalen Umgebungen zu agieren.

In Artikeln: Aufwachsen und psychische Entwicklung in digitalen Welten

Mentalisieren

Mentalisieren beschreibt die Fähigkeit, das Verhalten anderer und sich selbst durch Zuschreibung mentaler Zustände zu interpretieren. Es ist ein Ansatz, der die sozialen Interaktionen verbessert, indem er das Verständnis für eigene und fremde emotionale Prozesse fördert.

In Artikeln: Vom Mentalisieren in der Psychotherapie mit Autisten, Facetten aus dem autistischen Spektrum

Mitbestimmung

Mitbestimmung bezeichnet den Prozess, bei dem Kinder und Jugendliche aktiv an Entscheidungen teilnehmen, die sie betreffen, und ihre Meinungen und Wünsche äußern können.

In Artikeln: Ein Tag bei kids24

Multiprofessionelles Team

Team aus Fachkräften unterschiedlicher Professionen (z.B. Sozialpädagogik, Psychologie, Heilpädagogik). Ermöglicht umfassende Betreuung und Beratung.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Mutter-Kind-Gruppe

Ein Angebot, in dem Mütter und ihre Kinder gemeinsam betreut und im Alltag begleitet werden. Es verbindet Unterkunft, Beobachtung der Interaktion und pädagogische sowie therapeutische Unterstützung.

In Artikeln: systematische-vernetzung-frueher-hilfen-in-bayern

Mutter-Kind-Gruppen

Ein stationäres bzw. gruppenbezogenes Angebot, in dem junge Eltern gemeinsam mit ihrem Kind begleitet werden. Der Fokus liegt auf Unterstützung, Verantwortungsübernahme und dem Aufbau von Elternkompetenz.

In Artikeln: Partizipation

Mutter-Kind-Wohnen

Eine stationäre oder intensiv begleitete Hilfeform, in der eine junge Mutter gemeinsam mit ihrem Kind lebt und im Alltag pädagogisch unterstützt wird.

In Artikeln: Mutter-Kind-Wohnen - Was bedeutet das für mich?

Nachbetreuung

Unterstützung nach dem formalen Ende einer Hilfe. Sie dient dazu, Übergänge abzusichern, Krisen früh aufzufangen und den Kontakt zur Einrichtung bei Bedarf aufrechtzuerhalten.

In Artikeln: Vom Kinderheim ins eigene Leben: Wie wir Jugendliche auf den Start in die Selbstständigkeit vorbereiten

Optimierungszwang

Der gesellschaftliche Druck, Kinder frühzeitig zu fördern und in verschiedenen Bereichen leistungsfähig zu machen.

In Artikeln: Kindesentwicklung und Moderne - Zwischen Grundbedürfnissen und Optimierungszwang

Partizipation

Aktives Mitwirken von Kindern, Jugendlichen und Familien an allen sie betreffenden Entscheidungen. Rechtlich verankert in § 8 SGB VIII.

In Artikeln: alltag-im-kinderheim-die-7-spannendsten-fragen, Fachbegriffe der Jugendhilfe

Partizipationskonzept

Schriftlich festgelegte Konzeption einer Einrichtung, wie Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Entscheidungen umgesetzt wird.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

perinatale Traumata

Belastende oder verletzende Erfahrungen im Zusammenhang mit Schwangerschaft, Geburt oder früher Säuglingszeit. Dazu zählen nicht nur medizinische Komplikationen, sondern auch psychische Krisen, Gewalt oder massive Überforderung.

In Artikeln: systematische-vernetzung-frueher-hilfen-in-bayern

Perinatalzeit

Die Zeit rund um Schwangerschaft, Geburt und die ersten Lebensmonate des Kindes. Sie gilt als besonders sensible Phase, in der Belastungen die Entwicklung und Bindung stark beeinflussen können.

In Artikeln: systematische-vernetzung-frueher-hilfen-in-bayern

Perspektivenübernahme

Perspektivenübernahme ist die Fähigkeit, sich in die Gedanken und Gefühle anderer Menschen hineinzuversetzen, was eine wichtige Voraussetzung für Empathie und soziale Interaktion darstellt.

In Artikeln: Vom Mentalisieren in der Psychotherapie mit Autisten, Facetten aus dem autistischen Spektrum

Privatsphäre

Das Recht eines Individuums, persönliche Informationen und Daten geheim zu halten und selbst zu bestimmen, wer Zugang zu diesen hat.

In Artikeln: Kinderschutz im Internet

Psychische Entwicklung

Der Prozess, durch den Kinder und Jugendliche emotionale, soziale und kognitive Fähigkeiten im Laufe ihrer Kindheit erwerben.

In Artikeln: Aufwachsen und psychische Entwicklung in digitalen Welten

psychodynamische Aspekte

Ein Konzept, das sich mit den inneren Konflikten und emotionalen Prozessen befasst, die das Verhalten und die Beziehungen von Individuen beeinflussen.

In Artikeln: Brüderchen und Schwesterchen - Psychodynamische Aspekte der Geschwisterbeziehung

psychodynamische Therapie

Die psychodynamische Therapie ist ein psychotherapeutischer Ansatz, der auf der Annahme basiert, dass unbewusste Prozesse und frühkindliche Erfahrungen das Verhalten und die Emotionen eines Menschen beeinflussen.

In Artikeln: Vom Mentalisieren in der Psychotherapie mit Autisten, Facetten aus dem autistischen Spektrum

Psychotherapie

Ein therapeutischer Prozess, der darauf abzielt, psychische Probleme zu behandeln und die emotionale Gesundheit des Klienten zu fördern.

In Artikeln: Die analoge Welt der Psychotherapie - Zwischen digitaler Vernetzung und analoger Bindung

qualitative Standards

Vereinbarte Kriterien, die die Qualität der Angebote in der stationären Jugendhilfe sichern und die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und freien Trägern regeln.

In Artikeln: Kinderheim und stationäre Jugendhilfe

Qualitätsentwicklungsvereinbarung

Vereinbarung über die Qualitätssicherung und -entwicklung der Jugendhilfeleistungen. Kann Teil der Leistungsvereinbarung sein.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Resilienz

Die Fähigkeit, mit Herausforderungen und Stress umzugehen und sich von Rückschlägen zu erholen.

In Artikeln: Aufwachsen und psychische Entwicklung in digitalen Welten

Ressourcenorientierung

Pädagogischer Ansatz, der Stärken und vorhandene Fähigkeiten in den Mittelpunkt stellt statt Defizite. Fördert Motivation und Selbstwirksamkeit.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Rituale

Wiederkehrende Aktionen zur Strukturierung des Alltags.

In Artikeln: schule-freizeit-vereine

Rivalität

Ein häufiges Element in Geschwisterbeziehungen, das zu Konflikten führen kann, aber auch als Antrieb für persönliche Entwicklung dient.

In Artikeln: Brüderchen und Schwesterchen - Psychodynamische Aspekte der Geschwisterbeziehung

Rückführungsprozess

Geplante, schrittweise Rückführung eines Kindes oder Jugendlichen aus stationärer Unterbringung zurück in die Herkunftsfamilie. Erfordert intensive Vorbereitung und Begleitung.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Schutzauftrag nach § 8a SGB VIII

Verpflichtung der Jugendhilfe, bei Anhaltspunkten für Kindeswohlgefährdung eine Gefährdungseinschätzung vorzunehmen und bei akuter Gefahr geeignete Maßnahmen zum Schutz des Kindes zu ergreifen.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Schutzkonzept

Gesamtheit der Maßnahmen einer Einrichtung zum Schutz vor Gewalt, Missbrauch und Übergriffen. Umfasst Prävention, Intervention und Beschwerdeverfahren.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Selbstregulation

Die Fähigkeit, Gefühle, Impulse und Stressreaktionen zu steuern und sich innerlich zu beruhigen.

In Artikeln: test-strukturelle-stoerungen-in-der-fruehen-kindheit

Selbstständigkeit

Die Fähigkeit, alltägliche Aufgaben und Entscheidungen zunehmend eigenverantwortlich zu bewältigen. Im Kontext des innenbetreuten Wohnens wird Selbstständigkeit durch praktische Übungen wie Einkaufen, Kochen und Haushaltsplanung gefördert.

In Artikeln: Partizipation

Selbstwirksamkeit

Das Erleben, durch eigenes Handeln etwas bewirken und beeinflussen zu können. In der Traumapädagogik gilt Selbstwirksamkeit als zentral, weil sie Ohnmachtserfahrungen entgegenwirkt und Stabilisierung fördert.

In Artikeln: Partizipation

Sozialpädagogische Diagnostik

Systematische Erhebung und Auswertung von Informationen über Lebenssituation, Entwicklung und Unterstützungsbedarf. Grundlage für Hilfeplanung und pädagogische Entscheidungen.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH)

Intensive, aufsuchende Hilfe zur Erziehung (§ 31 SGB VIII), die Familien in ihrem Alltag begleitet und bei Erziehungsaufgaben, Haushaltsführung und der Bewältigung von Alltagsproblemen unterstützt.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

stationäre Jugendhilfe

Der Begriff bezeichnet den gesamten Bereich der Hilfen zur Erziehung, bei denen Kinder, Jugendliche oder junge Volljährige über Tag und Nacht in einer Einrichtung oder einer anderen Wohnform betreut werden.

In Artikeln: Die analoge Welt der Psychotherapie - Zwischen digitaler Vernetzung und analoger Bindung, Kinderheim und stationäre Jugendhilfe

stationäre Kinder- und Jugendhilfe

Die stationäre Kinder- und Jugendhilfe umfasst Einrichtungen, die Kindern und Jugendlichen, die in schwierigen Lebenslagen sind, ein sicheres Zuhause und Unterstützung bieten.

In Artikeln: Brüche auf dem Weg zur eigenen Identität. Transsexuelle Patienten in der Praxis

Strukturelle Störung

Ein tiefgreifendes Muster von Beeinträchtigungen in Selbstregulation, Beziehung und innerer Organisation, meist infolge früher und anhaltender Belastungen.

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Supervision

Berufsbezogene Beratung durch eine externe oder interne Fachkraft. Unterstützt Reflexion, Entlastung und professionelle Weiterentwicklung.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Systemische Arbeit

Ansatz, der Einzelne im Kontext ihrer Beziehungen und ihres Umfelds betrachtet. Bezieht Familie, Peers und weitere Systeme in die Arbeit ein.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Tagessatzfinanzierung

Finanzierungsmodell, bei dem ein fester Tagessatz pro belegtem Platz vereinbart wird. Unabhängig von der tatsächlichen Betreuungsintensität.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

therapiegestützte Methoden

Therapiegestützte Methoden beziehen sich auf verschiedene therapeutische Ansätze, die in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden, um emotionale und psychologische Herausforderungen zu bewältigen.

In Artikeln: Ein Tag bei kids24

Tiergestützte Therapie

'Therapieform unter Einbeziehung speziell ausgebildeter Tiere.

In Artikeln: schule-freizeit-vereine

Transsexualität

Transsexualität bezeichnet die Identität von Personen, deren Geschlechtsidentität nicht mit ihrem biologischen Geschlecht übereinstimmt, was oft zu einem starken Wunsch führt, das Geschlecht zu wechseln.

In Artikeln: Brüche auf dem Weg zur eigenen Identität. Transsexuelle Patienten in der Praxis

Traumasensibilität

Haltung und Arbeitsweise, die Verhalten im Zusammenhang mit belastenden Erfahrungen versteht. Sicherheit, Verlässlichkeit und Reizarmut werden bewusst hergestellt, um Entwicklung zu ermöglichen.

In Artikeln: Vom Kinderheim ins eigene Leben: Wie wir Jugendliche auf den Start in die Selbstständigkeit vorbereiten

Träger der freien Jugendhilfe

Private Organisationen (Vereine, Stiftungen, Kirchen), die Jugendhilfeleistungen erbringen. Ergänzen den öffentlichen Träger.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Verlaufsdokumentation

Fortlaufende schriftliche Aufzeichnung des Hilfeverlaufs. Erfasst bedeutsame Ereignisse, Fortschritte und Veränderungen.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Verselbstständigung

Pädagogischer Prozess, in dem ein junger Mensch schrittweise mehr Verantwortung für Alltag, Wohnen, Schule, Ausbildung und Finanzen übernimmt. Ziel ist nicht bloße Unabhängigkeit, sondern tragfähige Eigenständigkeit.

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§ 19 SGB VIII

Rechtsgrundlage für gemeinsame Wohnformen von Müttern oder Vätern und Kindern. Sie sichert Unterkunft, Betreuung und Unterstützung zur Bewältigung der Lebenssituation.

In Artikeln: mutter-kind-wohnen-was-das-fuer-mich-bedeutet

Öffentlicher Träger der Jugendhilfe

Das Jugendamt bzw. die kreisfreie Stadt oder der Landkreis als Träger der öffentlichen Jugendhilfe. Hat die Gesamtverantwortung und den Vorrang der Prävention.

In Artikeln: Fachbegriffe der Jugendhilfe

Übergaben

Übergaben sind strukturierte Informationsweitergaben zwischen Fachkräften, um den Austausch über den aktuellen Stand und die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen zu gewährleisten.

In Artikeln: Ein Tag bei kids24

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